Grundschule Wahlsburg

Medienkonzept

Konzepte:

Medienkonzept der Grundschule Wahlsburg 2021

  1. Grundlagen in der Grundschule

a) Der Schulträger – Landkreis Kassel – und die Firma SMART Technologies haben im April des Jahres 2009 in einer konzertierten Aktion die Grundschule Wahlsburg als Referenzschule für die Arbeit mit interaktiven Tafelsystemen komplett ausgestattet.

In jeder Klasse wird das Tafelsystem (SMART Interactive Whiteboards, Dokumentenkameras und Lautsprechersystemen) an einem PC (seit Februar 2011) betrieben und täglich genutzt. Zusätzlich stehen 2 Sätze Response Klicker (24 Stück) mit Empfänger zur Verfügung. Ein transportables Smartboard mit Beamer und Notebook steht jederzeit im Musikraum bereit.

Im Zuge der Server-Erneuerung werden alle PC- Betriebssysteme der Schule auf „Windows 10“ umgestellt. Die 10 Jahre alten Smartboards haben neue leistungsstarke Beamer bekommen.

Neben einem neuen Smartboard (interaktiver Bildschirm) arbeiten wir nun auch mit einem Whiteboard + interaktivem Beamer. Hier testen wir die Praktikabilität des Systems für den Unterricht. Alle Tafelsysteme nutzen die „Notebook-Software 18“, um alle in der Vergangenheit erarbeiteten Dateien weiter verwenden zu können.

Die Klassenräume und auch die Fachräume sind komplett mit LAN-Zugängen versehen, so dass eine optimal Vernetzung besteht.

 

b) Mit den Computern in den Klassen werden auch Lernsoftware und ein Schreibprogramm genutzt. Wir nutzen: Lernwerkstatt Mühlacker, Budenberg, Microsoft „Word“. Zusätzlich nutzen wir die Online-Lernapps „Anton“, „Antolin“ und „Leseo“.c) Diese PCs sind über das Schulnetzwerk mit dem Internet und dem zentralen Drucker im Computerraum verbunden.

 

d) Im Computerraum sind 15 Arbeitsplätze mit internetfähigen, sowie an den Drucker angeschlossenen PCs vorhanden.

e) Bereits seit 2000  hat unsere Schule eine Website: grundschule-wahlsburg.de

Die Webseite der Schule wird nun internetbasiert gepflegt auf der Grundlage eines Templates und WordPress. Sie wurde komplett umgestaltet. Dort findet sich auch das Medienkonzept.

f) Das Schulnetzwerk mit dem UCS-Server, wird zur strukturierten Archivierung erstellter Dateien und Unterrichtsmaterialien genutzt.

 

  1. Warum PC im Unterricht

Das Freizeitverhalten der Grundschulkinder untersteht einem ständigen Wandel. In der heutigen Zeit verbringen die Kinder sehr viel Zeit mit den elektronischen Medien. Um das festzustellen benötigt man keine Studie, sondern muss nur den Kindern in den Pausen, Erzählkreisen zuhören oder muss sie in Situationen der „Ruhe“ und des Wartens beobachten.

So verbringen die Kinder ihre Freizeit immer weniger in Bewegung in realen Spiellandschaften und mit aktiver Kommunikation.

Wie soll darauf die Grundschule reagieren?

Viele sehen in der Technisierung der Erwachsenenwelt und den dadurch frühen Kontakt der Kinder mit diesen elektronischen Medien ein Argument für den frühen Einsatz des Computers in der Schule oder sogar auch im Kindergarten. Die Entwicklungspsychologie stellt jedoch fest, dass es bei Kindern sehr wichtig ist im richtigen Alter die richtigen Reize zu setzen. Die dadurch erworbenen Fähigkeiten sind lebenswichtig für ein sicheres Verhalten in der schnelllebigen Umwelt.

Siehe Spofö

 

So wollen wir erst im 2. Jahrgang beginnen die Kinder langsam an die Vorzüge der digitalen Welt heranzuführen. Das Kollegium überprüft die Sinnhaftigkeit der genutzten digitalen Inhalte für das Arbeiten der SchülerInnen. Es sollen nur Medien und Programme genutzt werden, deren Umgang und Einsatz für die Kinder keine Überforderung darstellt. Dadurch möchten wir die Balance halten zwischen dem Einsatz digitaler Medien (da wo es sinnvoll ist) und analogen Arbeitsformen, um hier eine Verknüpfung beider Informationsverarbeitungsmöglichkeiten zu erreichen.

  1. Arbeit mit dem Computer im Unterricht

Fast alle Klassen nutzen die Lernsoftware (Budenberg, Lernwerkstatt und Rechtschreib-Lernkartei) zur Übung im Deutsch und Mathematikunterricht.

Textverarbeitung und Recherchen im Internet im altersgemäßen Umfang sind Bestandteile des Unterrichts.

In der 1. und 2. Klasse nutzen wir die Computer nur sehr selten. Einige Diagnoseprogramme bieten sich an, die eine gute und schnelle Übersicht über den Leistungsstand der Kinder bringen können.

Die Arbeit mit dem Computer wird für die Kinder nach folgendem Ablaufplan organisiert:

  1. Kennen lernen des PC-Raums: Regeln, Verhalten  (Klasse 1)
  2. Was gehört zum Computer und wie muss ich es bedienen? (Klasse 1)
  3. Anmelden mit Benutzernamen und Kennwort (bei diverser Software)! (Klasse 1)
  4. Computer ordnungsgemäß herunterfahren (Klasse 1)
  5. Lernsoftware nutzen (Mathe üben, schreiben, lesen, malen, Spiele für den Kopf spielen…) (Klasse 2, 3 und 4)
  6. Mathematikübungen (1×1, schriftliche Addition …) (Klasse 2, 3 und 4)
  7. Arbeiten mit dem Schreibprogramm „Word“ ( ab Klasse 2, ein Halbjahr lang eine Stunde in der Woche):

– Texte schreiben mit „Word“ – und wo muss ich das abspeichern?

-Texte schreiben mit „Word“ und mit Schriftmerkmalen gestalten (Überschriften, farbige Textteile uns.)

-Texte schreiben mit „Word“  und korrigieren (Rechtschreibprüfung)

– Einbinden von Bildern    (Klasse 2)

  1. Internet (Adresse, Suchmaschine, Vor- Zurück-Button, Seiten oder Bilder ausdrucken) (Klasse 3 und 4)

 

  1. Weiterentwicklung dieser Arbeit

Die Einbindung der neuen Medien in den Unterricht ist ein sensibler und verantwortungsreicher Bereich. Die Kinder sollten nur altersgemäße Hilfswerkzeuge des Computers nutzen dürfen. Die Lehrkräfte müssen diese Werkzeuge und Möglichkeiten herausfiltern um sie den Kindern anzubieten und aufzuzeigen. Hier können wir schon auf einen guten Fundus zurückgreifen, suchen aber weiter nach optimierten Programmen oder Internetseiten.

Für die Weiterentwicklung unserer Arbeit 2021 gibt es vorrangige Ziele.

Um die Arbeit an den interaktiven Tafeln in dem täglichen Unterricht unproblematischer und damit selbstverständlicher werden zu lassen, besteht sicher noch weiterer Fortbildungsbedarf bei den KollegInnen. Das Kollegium beschäftigt sich so an jedem konferenzfreien Montag mit den Möglichkeiten des SMARTBoards und mit dem UCS –Server. Diese Fortbildung wird kollegiumsintern von den dafür fortgebildeten KollegInnen geleistet.

Die meisten Kinder nutzen bei der Internetrecherche die Suchmaschinen/Internetseiten, die ihre Eltern auch verwenden. Diese überfordern allerdings die Kinder durch sehr viel Text und werbeorientierte Anordnungen. Hier wollen wir ansetzen und den Kindern den richtigen Umgang mit altersgerechten Internetseiten aufgezeigt.

Wir haben im Februar 2021 zehn neue IPads für die SchülerInnen bekommen, die als Leihgeräte genutzt werden können. Nun sind wir auf der Suche nach einer Auswahl an Apps, die mit diesen Geräten genutzt werden sollen.

Ein großer Arbeitsschwerpunkt wird weiterhin die Aufklärung und Beratung der Eltern sein. Hier wollen wir die Eltern sensibilisieren eine altersgemäße Nutzung der neuen Medien im Blick zu haben. Die Gefahren von Medienmissbrauch müssen angesprochen werden und ein zeitlicher Rahmen sollte empfohlen werden.

Für die Zukunft müssen wir uns auch mit den Gefahren der digitalen Welt auseinandersetzen.

Die Kinder kommen immer früher in Kontakt mit

  • Tablet
  • Smartphone
  • Spielekonsole
  • Internet
  • sozialen Netzwerken.

Auch wenn wir der Meinung sind, dass diese Medien Kinder im Grundschulalter nur begrenzt nutzen sollten, müssen wir sie und die Eltern dafür sensibilisieren, dass viele wichtige koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten bei zu früher oder übermäßiger Nutzung dieser Medien nicht ausgebildet werden.

Ein Ziel wäre es ein Konzept zu entwickeln, wie wir den Eltern und Kindern die Gefahren der „Digitalisierung“ aufzeigen und sinnvolle Nutzungsbereiche vorstellen.

Die detaillierte Anwendung solcher Medien sollen die weiterführenden Schulen behandeln, da diese dort für die Kinder erst relevanter werden.

 

Wesertal, den 01.03.2021