Grundschule Wahlsburg

Referenzschule für SMARTBoards

Medienkonzept

Medienkonzept der Grundschule Wahlsburg 2020

1.       Grundlagen in der Grundschule

a) Der Schulträger – Landkreis Kassel – und die Firma SMART Technologies haben im April des Jahres 2009 in einer konzertierten Aktion die Grundschule Wahlsburg als Referenzschule für die Arbeit mit interaktiven Tafelsystemen komplett ausgestattet.

In jeder Klasse wird das Tafelsystem (SMART Interactive Whiteboards, Dokumentenkameras und Lautsprechersystemen) an einem PC (seit Februar 2011) betrieben und täglich genutzt – insbesondere die Dokumentenkamera, die Lautsprecher und die Ablagemöglichkeiten auf dem Server mit Fernzugriff für alle KollegInnen. Zusätzlich stehen 2 Sätze Response Klicker (24 Stück) mit Empfänger zur Verfügung. Ein transportables Smartboard mit Beamer und Notebook steht jederzeit im Musikraum bereit. Die Klassenräume und auch die Fachräume sind komplett mit LAN-Zugängen versehen, so dass eine optimal Vernetzung besteht.  

 

b) Mit den Computern in den Klassen werden auch Lernsoftware und Schreibprogramm genutzt. Wir nutzen: Blitzrechnen, Lernwerkstatt Mühlacker, Budenberg, Rechtschreibsoftware „Lernkartei“ von Beate Leßmann und LibreWriter.

c) Diese PCs sind über das Schulnetzwerk mit dem Internet und dem zentralen Drucker im Computerraum verbunden.

d) Im Computerraum sind 15 Arbeitsplätze mit internetfähigen, sowie an den Drucker angeschlossenen PCs vorhanden.

e) Bereits seit 2000  hat unsere Schule eine Website:                www.grundschule-wahlsburg.de

Die Webseite der Schule wird nun internetbasiert gepflegt auf der Grundlage eines Templates und Typo3. Sie wurde komplett umgestaltet. Dort findet sich auch das Konzept der Arbeit mit den SMARTBoards.

 

f) Das Schulnetzwerk mit dem KSaN -Server und dem Fernzugriff, wird zur strukturierten Archivierung erstellter Dateien und Unterrichtsmaterialien genutzt. Dieser wird im nächsten Schuljahr ausgetauscht.

2. Warum PC im Unterricht

Das Freizeitverhalten der Grundschulkinder untersteht einem ständigen Wandel. In der heutigen Zeit verbringen die Kinder sehr viel Zeit mit den elektronischen Medien. Um das festzustellen benötigt man keine Studie, sondern muss nur den Kindern in den Pausen, Erzählkreisen zuhören oder muss sie in Situationen der „Ruhe“ und des Wartens beobachten.

So verbringen die Kinder ihre Freizeit immer weniger in Bewegung in realen Spiellandschaften und mit aktiver Kommunikation.

Wie soll darauf die Grundschule reagieren?

Viele sehen in der Technisierung der Erwachsenenwelt und den dadurch frühen Kontakt der Kinder mit diesen elektronischen Medien ein Argument für den frühen Einsatz des Computers in der Schule oder sogar auch im Kindergarten. Die Entwicklungspsychologie stellt jedoch fest, dass es bei Kindern sehr wichtig ist im richtigen Alter die richtigen Reize zu setzen. Die dadurch erworbenen Fähigkeiten sind lebenswichtig für ein sicheres Verhalten in der schnelllebigen Umwelt.

Siehe Spofö

 

So wollen wir erst im 2. Jahrgang beginnen die Kinder langsam an die Vorzüge der digitalen Welt heranzuführen. Das Kollegium überprüft die Sinnhaftigkeit der genutzten digitalen Inhalte für das Arbeiten der SchülerInnen. Es sollen nur Medien und Programme genutzt werden, deren Umgang und Einsatz für die Kinder keine Überforderung darstellt. Dadurch möchten wir die Balance halten zwischen dem Einsatz digitaler Medien (da wo es sinnvoll ist) und analogen Arbeitsformen, um hier eine Verknüpfung beider Informationsverarbeitungsmöglichkeiten zu erreichen.

3.  Arbeit mit dem Computer im Unterricht

Fast alle Klassen nutzen die Lernsoftware (Budenberg, Blitzrechnen, Lernwerkstatt und Rechtschreib-Lernkartei) zur Übung im Deutsch und Mathematikunterricht.

Textverarbeitung und Recherchen im Internet im altersgemäßen Umfang sind Bestandteile des Unterrichts.

In der 1. und 2. Klasse nutzen wir die Computer nur sehr selten. Einige Diagnoseprogramme bieten sich an, die eine gute und schnelle Übersicht über den Leistungsstand der Kinder bringen können.

Die Arbeit mit dem Computer wird für die Kinder nach folgendem Ablaufplan organisiert:

  1. Kennen lernen des PC-Raums: Regeln, Verhalten  (Klasse 1)
  2. Was gehört zum Computer und wie muss ich es bedienen? (Klasse 1)
  3. Anmelden mit Benutzernamen und Kennwort (bei diverser Software)! (Klasse 1)
  4. Computer ordnungsgemäß herunterfahren (Klasse 1)
  5. Lernsoftware nutzen (Mathe üben, schreiben, lesen, malen, Spiele für den Kopf spielen...) (Klasse 2, 3 und 4)
  6. Mathematikübungen (1x1, schriftliche Addition …) (Klasse 2, 3 und 4)
  7. Arbeiten mit dem Schreibprogramm LibreWriter ( ab Klasse 2, ein Halbjahr lang eine Stunde in der Woche):

- Texte schreiben mit LibreWriter - und wo muss ich das abspeichern?

-Texte schreiben mit LibreWriter und mit Schriftmerkmalen gestalten (Überschriften, farbige Textteile uns.)

-Texte schreiben mit LibreWriter und korrigieren (Rechtschreibprüfung)

- Einbinden von Bildern   (Klasse 2)

  1. Internet (Adresse, Suchmaschine, Vor- Zurück-Button, Seiten oder Bilder ausdrucken) (Klasse 3 und 4)

4. Weiterentwicklung dieser Arbeit

Die Einbindung der neuen Medien in den Unterricht ist ein sensibler und verantwortungsreicher Bereich. Die Kinder sollten nur altersgemäße Hilfswerkzeuge des Computers nutzen dürfen. Die Lehrkräfte müssen diese Werkzeuge und Möglichkeiten herausfiltern um sie den Kindern anzubieten und aufzuzeigen. Hier können wir schon auf einen guten Fundus zurückgreifen, suchen aber weiter nach optimierten Programmen oder Internetseiten.

Für die Weiterentwicklung unserer Arbeit 2020 gibt es vier vorrangige Ziele.

1) Um die Arbeit an den Smartboards in dem täglichen Unterricht unproblematischer und damit selbstverständlicher werden zu lassen, besteht sicher noch weiterer Fortbildungsbedarf bei den KollegInnen. Das Kollegium beschäftigt sich so an jedem konferenzfreien Montag mit den Möglichkeiten des SMARTBoards, mit dem neuen KsaN –Server und dem Fernzugriff. Diese Fortbildung wird kollegiumsintern von den dafür fortgebildeten KollegInnen geleistet.

2) Die meisten Kinder nutzen bei der Internetrecherche die Suchmaschinen/Internetseiten, die ihre Eltern auch verwenden. Diese überfordern allerdings die Kinder durch sehr viel Text und werbeorientierte Anordnungen. Hier wollen wir ansetzen und den Kindern den richtigen Umgang mit altersgerechten Internetseiten aufgezeigt.

3) Ein großer Arbeitsschwerpunkt wird die Aufklärung und Beratung der Eltern sein. Hier wollen wir die Eltern sensibilisieren eine altersgemäße Nutzung der neuen Medien im Blick zu haben. Die Gefahren von Medienmissbrauch müssen angesprochen werden und ein zeitlicher Rahmen sollte empfohlen werden.

Für die Zukunft müssen wir uns auch mit den Gefahren der digitalen Welt auseinandersetzen.

Die Kinder kommen immer früher in Kontakt mit

-      Tablet

-      Smartphone

-      Spielekonsole

-      Internet

-      sozialen Netzwerken.

Auch wenn wir der Meinung sind, dass diese Medien Kinder im Grundschulalter wenn überhaupt nur begrenzt nutzen sollten, müssen wir die Kinder und die Eltern dafür sensibilisieren, dass viele wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder bei zu früher oder übermäßiger Nutzung dieser Medien nicht ausgebildet werden.

Hier wollen wir ein Konzept entwickeln, wie wir den Eltern und Kindern die Gefahren der „Digitalisierung“ aufzeigen und den Kindern gute Alternativen zur digitalen Abstumpfung anbieten.

Die richtige Anwendung solcher Medien sollen die weiterführenden Schulen behandeln, da diese für Kinder erst dann relevanter werden.

 

4) Für die Klassenräume stehen ebenfalls Veränderungen an. Im Zuge der Server-Erneuerung werden alle PC- Betriebssysteme der Schule auf „Windows 10“ umgestellt. Dies hat weitreichende Folgen. So müssen die Smartboards erneuert werden, da die mehr als 10 Jahre alten Geräte nicht mit diesem neuen Betriebssystem laufen.

Nun werden in naher Zukunft die „SmartBoards“ durch Interaktive Beamer ersetzt. Diese sollen trotzdem weiter mit der aktuellen „Notebook-Software“ verwendet werden, um alle in der Vergangenheit erarbeiteten Dateien weiter nutzen zu können. Der Umgang mit dieser neuen Technik muss wieder neu erlernt werden, was für das Kollegium einige Zeit in Anspruch nimmt.

 

Mirko Hörnisch (IT-Beauftragter der Grundschule Wahlsburg)

Wesertal, den 01.05.2020