Grundschule Wahlsburg

Referenzschule für SMARTBoards

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Über uns

 

Fakten

1972 – Einrichtung einer Grundschule in Wahlsburg/Lippoldsberg für die Schülerinnen und Schüler der Gemeinden Wahlsburg (Hessen) und Bodenfelde (Niedersachsen) in der Schulstraße 32

2010 – Umzug der Grundschule in das neue Schulgebäude Schulstraße 32 a

 

Schuljahr 2011/2012

Ca. 170 Kinder in 9 Klassen

10 KollegInnen, 1 LiV

Besonderheit: Für die Schule gilt die niedersächsische Ferienordnung, da alle Kinder weiterführende Schulen in Niedersachsen besuchen.

 

 

 

 

Über unsere Arbeit

Wir haben  - bedingt durch unsere Teilnahme am BLK Modellversuch "Institutionalisierte Kooperationsformen zwischen Grundschulen" vom Herbst 1996 bis Herbst 1999 -  schon früh mit der Arbeit an unserem Schulprogramm begonnen.

Von Beginn an fand die Arbeit  in Gesamtkonferenzen und  Jahrgangsgruppen statt. Wir machten uns zunächst an eine Art "Inventur", um zu dokumentieren,  wie unser Schulleben aussieht. Jedoch schon während der Arbeit an dieser Bestandsaufnahme zeigte es sich, dass auf einigen Gebieten Unsicherheiten und Entwicklungsbedarfe im Kollegium bestanden. Aus diesen Gefühlen heraus entstand der Wunsch nach gemeinsamen Fortbildung und einer intensiveren Zusammenarbeit im Kollegium.  
Impuls gebend waren dabei der Wunsch nach Veränderungen, das Bedürfnis nach mehr Austausch untereinander und das Gefühl, wir müssten, sollten, könnten etwas bewegen.

Den ersten Anstoß zu größeren Veränderungen ergab sich durch  eine Zukunftswerkstatt mit Prof. Burow, die im Rahmen des o. g. Modellversuchs im Januar 1998 stattfand. Hier wurde uns deutlich, dass wir nicht mit allem, was es an unserer Schule so gab, zufrieden waren.
Darüber hinaus wurde uns aber auch klar, dass wir auch nicht zufrieden sein mussten!

Wir sammelten Ideen zu gewünschten Veränderungen und wir beschlossen, diese selbst herbeizuführen.
Aus der „Wunschliste“ ergaben sich für die folgenden Jahre zahlreiche Arbeitsvorhaben:

- Schulhofbemalung durch das Kollegium
- Einrichtung eines Sandkastens auf dem Schulhof
- Fensterbänke in allen Klassen und Fluren


Fortbildungsveranstaltungen zu den Themen:

- Wochenplanunterricht
- Verhaltensauffällige Schüler
- Stimmschulung
- PC Arbeit.

 

 

Die meisten dieser Vorhaben waren nach drei Schuljahren erfolgreich abgeschlossen und hinterließen bei uns die Gewissheit: 
Wir können  -  aus eigener Kraft -  unsere Schule verändern!

In den Jahren seit 1999 haben wir die Kooperation innerhalb des Kollegiums sehr erfolgreich entwickelt und institutionalisiert:  Unterrichtsinhalte werden von den Jahrgangsteams grundsätzlich gemeinsam vorbereitet, Lernkontrollen und deren Bewertung  zusammen erstellt, Fördermaßnahmen für die Klassen eines Jahrgangs gemeinsam entwickelt. Gemeinsame Regelungen und verbindliche Absprachen sind eine Selbstverständlichkeit sowohl in den Jahrgangsteams als auch jahrgangsübergreifend.

Das Lehren an unserer Schule geschieht in einem Zusammenspiel von „miteinander“ und „voneinander“ von dem die einzelne Kollegin/der einzelne Kollege „für sich“ profitiert.
Mit großer Mehrheit entschloss sich das Kollegium deshalb auch zur Teilnahme am SINUS Modellversuch Mathematik (2005 – 2009). Hier arbeiteten wir als eine von nur fünf hessischen Schulen über vier Jahre hinweg intensiv an der Qualitätsverbesserung unseres Mathematikunterrichts und profitierten durch zahlreiche Fortbildungsangebote und den kollegialen Austausch mit den anderen SINUS Schulen.
Von der Teilnahme am Projekt SiNUS NaWi, bei dem wir seit August 2011 mitmachen, erhoffen wir uns eine ähnliche Bereicherung unseres Sachunterrichts.

Während der Arbeit im SINUS Mathematik Modellversuch kamen wir  - auf Initiative einer sehr technikbegeisterten Kollegin – erstmals in Kontakt zur Firma SMART und konnten uns aus SINUS Mitteln eine erste elektronische Tafel zulegen.
Die Möglichkeiten der neuen Technik begeisterten das Kollegium derart, dass der Kontakt zu SMART ausgebaut wurde  - einige Kollegen  erstellten Unterrichtsvorbereitungen, die SMART zu Demonstrationszwecken nutzen konnte -  und wir bewarben uns dafür, Referenzschule zu werden.

Im Jahr 2009 wählte uns die Firma SMART als eine von zwei Referenzgrundschulen für ihre Produkte und stattete alle Klassenräume mit SMART Boards, Lautsprechern und Kameras aus.
Die Einarbeitung in dieses neue Medium und die Arbeit im täglichen Unterricht damit, stellte das Kollegium vor eine große Herausforderung, die wir jedoch mithilfe intensiver kollegialer Zusammenarbeit meisterten!
Ein Kollege und eine Kollegin erhielten von SMART eine intensive Schulung und schulen nun ihrerseits das Kollegium (montags, an Nicht-Konferenztagen).
Zudem stehen sie jederzeit mit Rat und Tat bei Problemen zur Verfügung. Mittlerweile nutzen alle Lehrkräfte nahezu ausschließlich die elektronischen Tafeln, tauschen sich untereinander über das Schulnetzwerk über Unterrichtsvorhaben und –materialien aus und möchten die neue Technik nicht mehr missen.

 

 

Eine ganz und gar unerwartete, aber sehr erfreuliche Entwicklung bescherte uns  das „Konjunkturpaket der Bundesregierung“ in den Jahren 2009/2010:
Da unser (im Jahr 1972 entstandenes) Schulgebäude laut Aussage des zuständigen Schulträgers eine „energetische Katastrophe“ war und eine Sanierung zu teuer, wurde sehr kurzfristig beschlossen, einen Neubau zu errichten.

Der für den Sportunterricht ohnehin nur selten genutzte „rote Platz“ auf dem Schulgelände (im Sommer extrem staubig, den Rest des Jahres zu nass) bot sich als Bauplatz an und innerhalb von  10 anstrengenden Monaten stand das neue Gebäude (s. Bautagebuch auf www.grundschule-wahlsburg.de)

Hell, freundlich, energiesparend und trotzdem warm, barrierefrei….
Zehn Klassenräume, drei Gruppenräume, Mehrzweckraum, Musikraum, PC-Raum, Schülerbücherei, Lehrmittelräume und ein ausreichend großer Verwaltungstrakt, eine komplette Neuausstattung an höhenverstellbaren Schülertischen und Schülerstühlen…..
Es hätte uns nicht besser „treffen“ können.
In den Sommerferien 2010 erfolgte der Umzug.

 

Dass die Gemeinde Wahlsburg unser altes Schulgebäude übernahm und dort den Feuerwehrstützpunkt, aber vor allem die Kindertagesstätte der beiden Ortsteile Lippoldsberg und Vernawahlshausen einrichtete, empfinden wir, wegen der schon seit Jahren bestehenden engen Zusammenarbeit als besonderen Glücksfall. Haben wir   - und die Kinder  - nun doch extrem kurze Wege  - sowohl räumlich, als auch für die fast tägliche kommunikative Kooperation.

 

 

 

Selbstverständlich für uns  ist die Förderung kooperativer Strukturen im Lernen unserer Schülerinnen und Schüler: Gruppen- und Partnerarbeit werden vom ersten Schuljahr an regelmäßig praktiziert, wir führen regelmäßig Projekttage in jahrgangsübergreifenden Gruppen durch und die Jahrgangsteams organisieren (soweit irgend möglich) Förder- und Forderunterricht in klassenübergreifenden Gruppen.

Unsere Schülerinnen und Schüler lernen „miteinander“ und „voneinander“ und profitieren damit „für sich“ durch die Stärkung ihrer kognitiven und sozialen Kompetenz, so wie wir versuchen, es in unserem Leitbild zu demonstrieren.

 

 

 

 

Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist die gemeinsame Arbeit von Kindern untereinander, Lehrern mit Schülern und im Kollegium.

 

 

 

 

 

Um uns den Herausforderungen heterogener Lernvoraussetzungen besser stellen zu können, haben wir uns entschlossen, in unsere pädagogische Entwicklung stärker in Richtung einer inklusiven Schule voran zu gehen.
Auch wenn wir aktuell kein Kind im gemeinsamen Unterricht beschulen und auch keines zur Feststellung eines besonderen Förderbedarfs angemeldet haben, so sind doch die Unterschiede im Lern- und Arbeitsvermögen unserer Schülerinnen und Schüler groß.

Darauf möchten wir vorbereitet sein, dem möchten wir (besser) gerecht werden können.


Mit Hilfe der Checkliste Inklusion des IQ haben wir eine Selbstevaluation durchgeführt, um zu sehen, wo wir Entwicklungsbedarfe feststellen und wo wir schon „gut aufgestellt sind“.
Das „Aargauer Bewertungsraster zu den schulischen Integrationsprozessen“ dient uns als zusätzliches Instrument, um die nächsten Entwicklungsschritte und Arbeitsvorhaben fest zu legen.

Unsere pädagogische Arbeit in den nächsten Monaten wird also – neben aktuellen Arbeitsschwerpunkten (s. Schulprogramm -> Projekte) – davon bestimmt sein, die nächsten Entwicklungsschritte auf dem Weg zur inklusiven Schule zu tun.

 

 

 

 

Barbara Maier-Schöler

April 2012